Cochabamba – Piñami Chico – Von Quechuakindern bis putzige Omas

In Cochabamba werden wir von einigen Personen empfangen.

Sie haben sogar ein „Bienvenidos“ Schild gebastelt, für das sich sich bei einem Polizisten rechtfertigen mussten.

Für uns drei, Rahel, Clara und mich, die gemeinsam in Piňami Chico, einem Stadtteil am Rand Cochabambas arbeiten (Kilómetro once) kamen Schwester Maria Luisa, Aracely, die Leiterin des Projektes Piňami Chico, und Pedro, ein 19-jähriger Bolivianer, der gerade ein FSJ in Weingarten, Rahels und Claras Heimatort beendet hat (Weingarten am Bodensee nicht des in der Fränkischen).

Wusstet ihr eigentlich, dass Cochabamba auch eine Christusstatue steht, die sogar größer ist als die Weltbekannte in Rio? Eigentlich schade, dass fast niemand davon weiß.

Irgendwann werden wir die 1,5 stündige Wanderung zu ihr wagen, doch heute nicht:D

Im Kolpinghaus, unserem momentanen Wohnort, angekommen, frühstücken wir erstmal und wagen die ersten längeren spanischen Sprechversuche.

Wir leben hier momentan in einer kleinen WG bestehend aus einem großen Zimmer, einem kleinen ( Haha meines :D), Küche und Bad.

Da es für uns alle das erste Mal ist, dass wir WG-mäßig wohnen, ist das für uns auch eine echt spannende Erfahrung. Mal schauen, wann wir uns an die Haare gehen 😀 ( Würden wir natürlich nie machen 😉 )

Danach hatten wir ein bisschen Zeit, Koffer auszupacken und uns zu ordnen, bis Maria Luisa mit einem riesigem Berg an Gemüse ankam. Anscheinend wird es die nächsten Tage ausschließlich Gemüsepfanne geben 😀

Später haben wir uns mit Pedro getroffen und sind zusammen mit ihm zu unserem Projekt gelaufen, um dort zu Mittag zu essen.

Das Projekt Piñami Chico ist eine Hausaufgabenbetreuung, die jeweils von Dienstag bis Freitag stattfindet.

Mein Name wurde (glücklicherweise) vergessen. So ist es mir wenigstens erspart geblieben meinen Namen falsch geschrieben zu sehen

Dort bekommen die Kinder ein warmes Mittagessen, können spielen und natürlich ihre Hausaufgaben machen oder sonstige Lernblätter ausfüllen.

Da viele der Kinder im Alltag Quechua sprechen, müssen diese-genau wie wir-erst einmal Spanisch lernen. Das ist ab und zu ganz schön verwirrend, wenn die einen ansprechen, und du dich der existenziellen Frage stellst : Ist mein Spanisch so scheiße, oder sprechen die einfach kein Spanisch??

Auch durften wir die ersten Spiele erlernen: Einmal sowas ähnliches wie Völkerball und „Sol y Hielo“ : A-Fangen, aber die Fänger sind Hielo (Eis) und die anderen können einen durch Sol (Sonne) wieder befreien.

Danach sind wir zu den Stickfrauen der Gemeinde gegangen.

Diese besticken alles mögliche mit christlichen Motiven, oder einfach nur Blumen, niedlichen Eulen und was das Herz sonst begehrt. Alles wird dann nach Deutschland verschickt und dort verkauft.

Diese Frauen sind ein Ort an dem man sich einfach wohlfühlen kann: Lauter ältere, kleine Damen, die einem zureden und auch,wenn du eigentlich fast nichts verstehst, freust du dich mit ihnen.

Wenn es uns schlecht geht, werden wir dahin gehen, ne Tasse Tee trinken und die Stimmung genießen.

Solang sie uns nicht ihre Enkel vorstellen wollen xD.

Richtig fertig haben wir nur noch eine kleine Runde mit Pedro gedreht und ein paar Sachen gezeigt bekommen, wie die Schafe, die auf dem Fußballfeld grasen oder die vielen kleinen Läden, bei denen man alles mögliche erstehen kann.

Erster Stadtrundgang 🙂

Farbvielfalt für alle Lebensarten

eines der kleinen Kunstwerke 😀