Independencia!!!!! (1/2)

Es ist soweit, unser erster Kurzurlaub beginnt 😀

Es ist Mittwoch. Der 1. November kurz nach 12 und wir sitzen in Quillacollo auf dem Hauptplatz, essen noch schnell unser Mittagessen und warten auf unsere Reisegefährten.

Mit Reisegefährten meine ich Julia, Zoe und Theresa (samt Laura, ihrer 3 jährigen Tochter), auch Freiwillige in Cochabamba, jedoch von einer anderen Organisation.

Da ich über den Urlaub in Independencia wirklich unglaublich viel zu erzählen habe, bzw die Eindrücke erst mal ordnen muss, kommt hier erst mal ein Ausschnitt, eigentlich aus der Mitte des Urlaubs 😀

Schon mal ein kleiner Eindruck für euch, wie Independencia aussieht und wo es liegt 😀

Der Rest wird noch folgen!!!

Freitag, Halb 2 !

Nachdem wir am Morgen einen entspannten Dorfbummel gemacht haben, bei dem wir, verzweifelt auf der Suche nach einer großen Flasche Wasser, schlussendlich die Flasche und Bananenchips, die nach Apfel schmecken, gefunden haben und auch das Mittagessen um 11.45 gut überstanden haben, warten wir nun gespannt auf Carmen, unsere Mentorin vom BKHW.

Sie war in Cochabamba vor allem für unser Visum zuständig, studiert dort Biochemie, kommt aber ursprünglich aus Independencia, weshalb sie ebenso wie wir die Feiertage genutzt hat, um ihre Familie dort zu besuchen.

Auf jeden Fall kennt sie eine super Wanderung zu einem Wasserfall, die soll total schön sein und der Weg „tranquila“ (entspannt).

War er zu anfangs auch…

Einige Zeit den Berg hoch mit super Aussicht sind wir dann irgendwann am Ende eines kleines Baches angekommen und haben kurz Pause gemacht. Die Aussicht war traumhaft schön, mit den Berghängen der Anden, auf denen verschiedene Eukalyptus- oder normale Wälder standen.

Erste Versuche durchs Flussbett

Wir hatten ab da die Wahl zwischen Flussbett „tranquila und nicht in der Sonne“ oder normaler Weg „anstrengend und in der Sonne“. Natürlich haben wir uns fürs Flussbett entschieden und es ging los. Während es am Anfang noch recht leicht über „Stock und Stein“ ging, wurde es dann irgendwann eher zu „Baum und Fels“.

Ob meterhohe Felsbrocken, seitlich am Hang entlang kletternd, kriechend oder springend; der Weg hat uns jedes Mal aufs Neue überrascht und war das Gegenteil von „tranquila“ (übrigens ein Wort, dass Carmen sehr gerne benutzt, genauso wie „Chill deine Basis“).

Sie hat leider das Talent, es genau zu den unpassendsten Momenten zu gebrauchen.

Gruppendynamisch war es auf jeden Fall ein Gewinn, würden irgendwelche Therapieexperten jetzt bestimmt erklären, denn alleine könntest du diesen Weg gar nicht bewältigen.

kurze Rast auf dem Felsen samt Photocrash meinerseits 😀

Wie die da wohl hochgekommen sind?

Natürlich hatten wir auch Theresa und Laura dabei, was uns nochmal vor eine extra Herausforderung gestellt hat. Aber auch sie haben wir irgendwie immer hochgehievt, gehalten und gesichert bekomen.

Nach 3-4 h ungesichertem B Klettersteig im Flussbett sind wir gegen ¾ 6 schon ziemlich erschöpft am Wasserfall angelangt.

Zu dieser Zeit hätten wir eigentlich schon wieder zurück und beim Abendessen sein sollen…

Der Wasserfall war auf jeden Fall schlussendlich nur ein Rinnsal , da ja momentan Trockenzeit ist.

Auf die Regenzeit bin ich auf jeden Fall schon echt gespannt, v.a. da Pinami kein komplett verschlossenes Dach hat. Wir werden sehen 😀

Tatsächlich haben wir glaub ich kein einziges Foto von diesem „Wasserfall“, da wir zu dem Zeitpunkt schon dezent angenervt waren. Als wir dort ankamen hieß, es der schwere Teil ist geschafft ab jetzt „ tranquilla“ . Vermutet ihr schon wie „tranquilla“ der Rückweg war??

„tranquilla“ bedeutete für sie auf einem ca.25cm breiten, bröckeligen und zugewucherten Pfad am Hang entlang.

Aus den angekündigten 20 min, nach denen wir auf nen normalen Wanderweg stoßen sollten wurde eine Stunde, immer mit dem Gedanken im Kopf, dass es gegen 7 ziemlich schnell stockdunkel wird , und man auf diesem „Weg“ echt nicht ohne Licht laufen wollte.

Laura, durch die vorherigen Strapazen verständlicherweise bis an die Grenzen erschöpft wurde abwechselnd von Theresa und Carmen getragen .

Zum Glück haben wir es noch gerade rechtzeitig zur Dämmerung heilfroh auf den normalen Wanderweg geschafft.

Darauf folgte erstmal ein Kamera Selfie auf der Kuhweide 😀

Bis wir zu Hause waren, sind wir allerdings trotzdem noch ne Stunde gelaufen.

Alles in Allem ein ziemliches Abenteuer, das zum Glück ein gutes Ende gefunden hat 😀

Und ob Carmen diesen Weg je schonmal gelaufen ist, was, wenn es so wäre, echt unverantwortlich gewesen wäre, ihn ohne Vorwarnung mit uns zu laufen, v.a. mit Laura , oder ob sie ihn nur vom Hören kannte, werden wir wohl nie erfahren !!

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