Von dem höchsten kommerziell beschiffbarem See zur größten Salzwüste der Welt

Copacabana-Lago Titicaca

Von La Paz ging unsere Reise mit einigen Startschwierigkeiten weiter ins 4 Stunden entfernte Copacabana, dem berühmtesten Wallfahrtsort Boliviens und ein „Muss“ für jeden, der Bolivien bereist.
Wie gut sie ihn dann tatsächlich finden, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Strahlendes Wetter auf der Isla del Sol

Ich fand es auf jeden Fall wunderschön.

Der Titicacasee strahlt vor einer Bergkulisse in einem schönen, tiefen Blau, während du auf den „Islas Flotantes“ sitzt und dir eine Forelle frisch aus dem Becken gefangen und zubereitet wird.

Aber aufpassen, dass du dich nicht zu lange in der Umgebung rumtreibst, sonst fährt dein Boot ohne dich ab. Ratet mal woher ich das weiß…

Rahel, Lina und Clara haben inständig versucht, den Fahrer zu bequatschen und noch zu warten oder uns am anderen Steg abzuholen, aber keine Chance.

Da schwimmen keine Option war, mussten wir uns wohl oder übel eine neue Überfahrt suchen und die anderen sich wohl oder übel ein Eis kaufen, während sie auf uns gewartet haben.

An einem Abend gab es ein riesiges Fest zum Wechsel der Ernte oder so – ich habe es leider trotz mehrmaligem Nachfragen nicht kapiert – an dem auf dem Hauptplatz alle Bewohner zusammen kamen um zu feiern und zu tanzen.

Hach wie schön war es zu sehen, wie selbst die alten Damen kicherten und rumwirbelten wie kleine Mädchen.

Wallfahrtskirche Copacabana

UYUNI.

Wie üblich mit einigen Reiseschwierigkeiten, diesmal verursacht durch das Wüstenrennen „Dakar“, gelangten wir schlussendlich doch noch zum geplanten Zeitpunkt nach Uyuni, sogar jeder auf seinem eigenen Sitz!!!

Von dort aus ging es dann ein paar Stunden später mit Fahrer und eigener „Cocinera“ ( Köchin) los.

Im Jeep brachen wir zu einer dreitägigen Wüstentour durch den Nationalpark Uyuni und natürlich über den weltberühmten „Salar de Uyuni“, der größten Salzwüste der Welt, auf.

Auf dem Weg begegneten uns viele ungewöhnliche Dinge, wie Steine, die zu Bäumen geformt sind, Tiere, die unaussprechliche Namen haben, oder Lagunen, die je nach Sonnenstand die Farbe wechseln.

Was meinst du mit „ich hab da was an den Ohren!“ ?? Was denn??

Auch sahen wir unseren ersten bolivianischen Schnee und konnten in heißen Quellen mit Sicht auf die Berge baden.

So lässt sichs leben!!!

Unser Fahrer fuhr sehr sicher und gelassen , sodass wir uns zu keinem Zeitpunkt in Gefahr fühlten, wenn die Straße mal wieder nicht vorhanden oder nur als Spur auf einer Düne erkenntlich war.

Umso froher waren wir um ihn, als wir am zweiten Tag, nachdem wir uns um vier Uhr morgens aus dem Bett gequält hatten, in der Eiseskälte der Morgendämmerung einem Auto begegneten, dem ein Rad abgefallen war, nur um mehrere Stunden später demselben Auto wieder zu begegnen, diesmal von der Straße abgekommen in einem Moosbett. Die Insassen, die mit dem Auto anscheinend kurz vor dem Überschlag gewesen sind ( Zwischeninfo, in Bolivien sind Sicherheitsgurte zwar teilweise vorhanden, werden jedoch selten benutzt…), weigerten sich darauf hin natürlich, wieder in das Auto, das zwar noch fahrtüchtig war, aber komisch klang, einzusteigen.

Am Vortag hatten sie anscheinend einen betrunkenen Fahrer, der nach Beschwerden ausgetauscht wurde. Und dann zwei Unfälle an einem Tag…

Was für eine Horrortour und was für eine schludrige Agentur…

Am dritten Tag ging es dann auf den Salar hinaus.

Ein ehemaliges Binnenmeer, das vor Jahrmillionen austrocknete hinterließ diese riesige Salzfläche, die Anlass für Unmengen an Illusionen und Spiegelbildern gibt.

Keine Sorge, die zwei leben noch

Mittagessen mit Stil

Die Erklärung unseres Fahrers als wir in nach der Entstehung gefragt haben war, dass zwei Berge in der Umgebung, deren Name ich leider nicht mehr weiß, sich ineinander verliebt haben und ein Kind bekommen haben ( ein kleinerer Berg neben PapaBerg)

Da die Mutter aber zu weit entfernt steht, um das Kind ernähren zu können, ließ sie ihre Milch in das Tal laufen, damit diese den Jungen erreichen und ihn versorgen kann.

Eine sehr schöne Geschichte und ein gutes Beispiel, wie die Ureinwohner sich für sie nicht verständliche Phänomenen erklärten. 🙂

Laguna Colorada

Was zum Teufel ist das??

Schwefelquellen, damit auch Teufel baden können 🙂

Da Rahel uns leider schon früher verlassen musste, bastelten wir sie uns aus Teepapier nach 🙂