4 intensive Wochen

So jetzt bin ich endlich mal wieder dazugekommen, meinen Blog zu aktualisieren.

Die letzten Wochen waren einfach zu voll, um dafür Zeit zu finden…

Zu erst einmal muss ich mit einer sehr tragischen und traurigen Nachricht anfangen :

am Mittwochabend den 21.2 ist Lena, eine Mitfreiwillige von mir verstorben.

Lena, auch unterwegs mit dem BDKJ Bamberg, war in Thies, Senegal in einem Krankenhaus eingesetzt.

Sie erlitt zusammen mit ihrer Familie einen Autounfall, bei dem sie auf der Stelle tot war. Auch einige Senegalesen starben.

Ihre Familie und sie befinden sich mittlerweile wieder in Deutschland, wo Lena vor kurzem beigesetzt wurde.

Ihre Familie erlitt keine lebensgefährliche Verletzungen und alle sind langsam aber sicher auf dem Weg der körperlichen Besserung.

Wir konnten diese Nachricht alle nicht fassen. Sie kommt mir immer noch so unwirklich vor.

Lena war eine unglaublich liebe und lebensfrohe Person, die in meinem Kopf mit einem fetten Grinsen eingespeichert ist.

Soweit wir es mitbekommen haben, ist sie in ihrem Freiwilligendienst sehr glücklich gewesen.

Ich denke sehr viel an sie und auch an ihre Angehörigen und Freunde…

Gedenkgottesdienst auf Burg Feuerstein. 

Dennoch geht unser Leben hier weiter, wenn auch das Ganze nie aus dem Kopf verschwindet

 

Handy

Falls ihr euch mal zwischendurch wundert, wieso ich nicht erreichbar bin, manchmal liegt es daran, dass ich keine Zeit/ Nerv habe, oder mein Akku leer ist, vor ein paar Wochen war der Grund leider ein anderer : MAN HAT MIR DAS HANDY GEKLAUT!!!!!

Ich weiß, ich weiß die meisten denken sich jetzt bestimmt : „ selber Schuld“ „ pass halt besser auf“ aber musste das den unbedingt jetzt sein?

Ich hab mir doch erst letztens ein neues Handy kaufen müssen, weil mein altes eine Wanderung nicht überlebt hat.

Außerdem ist es nicht das erste Mal, dass einem von uns das Handy geklaut wurde.

Clara wurde relativ zu Beginn unseres Jahres das Handy aus dem offenen Truffi Fenster geklaut.

Dass das eine Gefahr ist, ist uns bekannt, weshalb das Handy normalerweise bei offenen Fenster in der Tasche bleibt.

Dass die dein Fenster aber aufreißen und im selben Moment das Handy aus der Hand reißen können, das hat uns allerdings niemand gesagt.

Verdammte Schiebefenster. Die klemmen doch sonst immer

Als ich das ganze realisiert hatte, war es leider schon zu spät um mich aus dem Truffi rauszuquetschen,der Dieb/ die Diebe waren schon längst in der Menge untergetaucht.

Naja fürs nächste Mal habe ich meine Lektion gelernt , und prüfe jetzt immer nicht nur nach, ob das Fenster zu ist, sondern auch, ob es sich leicht aufschieben lässt.

Und die Devise heißt natürlich immer : Handy lieber in der Tasche lassen.

 

Aber um zu den schönen Dingen dieses Blogeintrags zu kommen : ICH HABE BESUCH BEKOMMEN.

Benedikt und Christoph ( Großer Bruder und „ älterer“ Cousin) kamen für zwei Wochen vorbei, um mal nachzuschauen, wo ich denn so lebe. 😀

Immer noch mit ein bisschen Fieber ( Mich hats am Freitagabend mit Fieber komplett zerlegt, sodass ich das Wochenende anstatt mit Vorbereitungen auf meinen Besuch im Bett mit Tee verbracht habe) habe ich mich Sonntagmorgen zum Busbahnhof aufgemacht, um dort 2h in Ungewissheit zu verbringen, wo die beiden bleiben.

Sie haben anscheinend die Bedingungen der Deutschen Bahn in die Bolivianische Busfirma mitgebracht.

Wobei du in Deutschland wenigstens nachfragen kannst, wo der Zug grad ist, während ich hier von der Busfirma die Antwort bekommen habe „ Was der Bus ist noch nicht angekommen? Mh dann kommt er bestimmt bald“ und das so ungefähr dreimal xD Die wissen Bescheid…

Zum Glück kamen die beiden dann doch noch an.

Sie haben den Cristo erklummen (in einer Geschwindigkeit) ich befahren ( mit immernoch erhöter Temperatur erschienen mir 1399 Stufen nicht die schlauste Heilmethode) 😀

UND MIT IHNEN GESCHENKE!!!!

Neben den bestellten Wurstdosen, Haribogummibärchen, Milkaschokis und einigen anderen Dingen, kamen auch einige Briefe und Geschenke mit.

Die konnte ich mir dann gestaffelt in Ruhe durchlesen.

Faschinskostüm ist schon in Planung!!!

Da ich alles ja nur aus meiner Sicht erzählen kann, die nach 6 !!! Monaten hier schon deutlich geprägt und verschachtelt ist, dachte ich , es wäre für euch mal ganz schön, mein Leben aus der Sicht eines Unbeteiligten erzählt zu bekommen.

Ich hoffe deshalb, das sich die beiden jetzt, wo sie wieder in Deutschland sind, aufraffen können, ihre Eindrücke hier kurz zu schildern.

Was uns genaueres in den zwei Wochen passiert ist, werde ich in einem anderen Blogbeitrag erörtern, dafür ist hier leider kein Platz mehr. 😀

Warum es da wohl so festlich geschmückt ist 😀

TINKU!!!

Der letzte Grund, warum die letzten Wochen für mich so intensiv waren, ist, dass ich jeden freien Abend mit Tinku verbracht habt.

Wer es nicht mitbekommen hat, Tinku ist kein Plüschpanda, keine Pizzasorte ( PIZZAAAA) oder alkoholisches Mischgetränk, sondern ein bolivianischer Folkloretanz.

Wie ich im letzten Beitrag schon angedeutet habe, bin ich seit ein paar Wochen in der Fraternidad San Simon und durfte am letzten Samstag beim KARNEVASLCORSO mittanzen.

Ich weiß, ich weiß, Fasching ist schon ne Weile her, aber da der damaligen Corso in Cochabamba aufgrund der Überschwemmungen in einigen Stadtteilen nicht stattgefunden hat, wurde er eben jetzt nachgeholt.

Die Bolivianer sehen es da mit der Fastenzeit zum Glück nicht so streng.

Allen die mich kennen sind vermutlich die Augen aus dem Kopf gefallen, als sie meine Traje gesehen haben (PINK!!!), aber ich hatte nicht so das große Mitentscheidungsrecht 😀

Und bunt genug ist sie jedenfalls! 😀

vom Faschingswagen gefallen stimmt ausnahmsweise mal 😀

Ein Glück habe ich es trotz Krankheit, Besuch und allem anderen trotzdem noch halbwegs hingekriegt, die Schritte zu können, oder sie zumindest gut von der Vortänzerin abschauen zu können husthust

Ein Glück ist das Foto zu klein, um die verschwitzten Gesichter zu sehen