Visa-Wachteleier-Cherymoja

Samstagmorgen heißt für mich AUSSCHLAFEN!! zumindest meistens. Aber v.a. nach so einer anstrengenden Anreise wie bei uns .

Falsch gedacht: stattdessen dürfen wir um 9ne am Plaza Colon sein , um verschiedene Sachen für unser Visum zu beantragen. Zumindest hieß es ursprünglich Plaza de Colon, wo wir etwas ratlos standen und uns gewundert haben, wo die anderen sind. Durch einige etwas verwirrende Nachrichten und nicht angenommene Anrufe finden wir uns doch letztendlich am richtigen Ort ein und stoßen auf die anderen. Gemeinsam geht es weiter zum Passfotos machen und Simkarten kaufen. Beeindruckend waren im Fotoladen die ganzen Bilder von den Quinzeañeras . Hierzulande gibt es ein großes Fest bei Mädchen zur Feier des 15ten Geburtstages, vor welchem auch oft professionelle Fotos in „Prinzessinenkleidern“ gemacht werden.

Nachdem wir auch von der etwas verknatschten Laura (3) durch Keksbestechung ein schönes Foto zustande gebracht haben,verließen wir den Laden und wandten uns der motivtionsreichen Aufgabe zu eine bolivianische Simkarte zu beschaffen. Diese muss mit dem Reisepass beantragt und registriert werden .Damit auch ja kein Terrorrist an ein Handy kommt , oder so xD. Wobei es sowas wie eine Blacklist gibt für Länder , aus denen keiner einreisen darf, wie zum Beispiel Syrien , oder Iran. Deutschland ist Glücklicherweise auf der 2ten Liste, und darf somit mit Visum einreisen. Angrenzende Länder, wie Argentinien brauchen kein Visum .

Zum Mittagessen waren wir bei den Hermanas eingeladen , den Ordenschwestern der Gemeinde.

Was uns dort zu anfangs etwas verwirrt hat , waren die Wachteleier auf dem Salat, die in etwa die Größe von großen Oliven haben. Auch durften wir zum Nachtisch die sogenannten Chirimoyas probieren ( Ich hoffe einfach, dass ´man die so schreibt) die typischen Früchte der Region Independencia , in der die andere Einsatzstelle des BDKJs liegt. Der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig und erinnert an Katjes Joghurt Gums.