GEBURTSTAG!!!!!!!

Meine Geschenke waren alle bolivianisch angehaucht 😀

Wann habt ihr das letzte Mal Torte ins Gesicht bekommen? Ihr wisst es nicht? Kein Problem,

ich hätte es bis vor ein paar Tagen auch nicht sagen können.:)

Aber da war ja noch so ne Sache 😀 Mein Geburtstag oder so 😀

Ich muss sagen ich hatte schon etwas Bammel davor, so im fremden Land, in dem ich ja vor allem erst seit kurzem residiere .

Diese Angst war zum Glück unbegründet.

Denn ich habe nicht nur einen Kuchen bekommen, sondern gleich vier!!!!!

Natürlich nicht auf einmal, sondern über den Tag verteilt.

Das war schon ein ziemlicher Knaller!:D

Insgesamt war der Tag recht abwechslungsreich.

Zum Mittagessen waren wir bei den Schwestern eingeladen und haben zusammen mit ihnen gekocht. Bzw. die anderen, denn als ich kam, war alles eigentlich schon fertig. Dann hieß es nur noch warten, bis Mittagessenszeit und Jose Luis da war, unser Mentor. Ein Glück ist uns irgendwann aufgefallen, dass die Schwestern vergessen haben, ihm Bescheid zu geben xD und konnten das noch berichtigen. In der Zwischenzeit wurden wir etwas in die bolivianische Musik eingeführt und wagten erste Tanzversuche, über die ich, wie ihr später verstehen werdet, noch heilfroh war!:D

Am Nachmittag waren wir bei der Jugendgruppe von Aracely, die sich immer Samstagnachmittag trifft und zum größten Teil aus Kindern besteht, die auch im Projekt sind. Mit ihnen haben wir schon einmal ein bisschen Volleyball gespielt, da nächste Woche ein kleines Turnier stattfindet.:D

Zum Abschluss sind wir nach drinnen gegangen, wo mich Kuchen Nummer 3 erwartete ( 1.Frühstück , 2. Mittagessen), diesmal eine mehrschichtige Torte. Ich wurde erneut besungen und beglückwünscht und durfte die Kerzen zusammen mit Josue, der ein paar Tage später Geburtstag hat, ausblasen.

Natürlich gab es zu all dem Cola. Wie übrigens fast überall hier. Wenn wir unterwegs sind, ist die Suche nach trinkbarem Wasser meist vergeblich, „refrescos“ sind jedoch meist schnell gefunden.

Dass eine Cola-Fabrik einen Kilometer weiter steht, trägt vielleicht auch nicht unwesentlich dazu bei xD.

Zum Abend hin waren wir bei den „Amigos de San José“, eine Art Familienkreis von der Gemeinde, eingeladen.

Das hieß erstmal wieder viele Begrüßungen, Küsschen auf die Wange und Willkommensreden.

Währenddessen haben sich einige Leute ins Nebenhaus zurückgezogen, nur um dann in leuchtenden Kostümen wieder herauszukommen.

Als einen Willkommensgruß haben einige Frauen des Kreises traditionelle Tänze aus verschiedenen Regionen Boliviens vorgeführt. Beeindruckend fand ich vor allem die Unterschiedlichkeiten der Kleidung und die leuchtenden Farben. Auch, dass man anhand der Bewegungsintensität der Tänze merken konnte, ob sie aus dem drückend heißen Santa Cruz stammen oder aus dem 3500m hohem zugigen La Paz stammten.:D

Beeindruckend wie flink ältere Damen noch rumrennen können 😀

Ich als Geburtstagskind wurde mehrmals aufgefordert, in die Tänze mit einzusteigen. (Vor der vollkommenen Blamage konnte ich mich durch die mittäglichen Tanzstunden retten!)

Ein Tanz wurde durch einen Zwischenruf unterbrochen, der bedeutete, dass ich mit meiner Partnerin mit einem Gläschen Wein anstoßen musste und es verschränkt getrunken haben, danach ging der Tanz weiter. Wer sich an den Anfang des Textes zurückerinnert muss jetzt denken: MOMENT, da war doch noch was, wo bleibt die Torte im Gesicht??Deswegen kommen wir jetzt zu KUCHEN NUMMER 4!!.

Wieder mit Kerzen und Gesinge hereingetragen, positionierte sich währenddessen ein Mann schon unbemerkt hinter mir, sodass er, als mir von der Schwester erklärt wurde ich solle den Kuchen probieren und ihn für gut befinden, auch gleich zur Tat schreiten konnte und meinen Kopf in den Kuchen drücken konnte. Dass nur die untere Gesichtshälfte mit Sahne bedeckt wurde und nicht alles bis zum Haaransatz, ist vermutlich nur meinem schnellen Zurückzucken geschuldet !:D

Alles in allem ein sehr schöner Tag 😀

Natürlich muss auf den gelungenen Tanz angestoßen werden

Na wer findet mich ?